Kobuz 305 von Uwe Freitag
Heute habe ich meinen Kobuz bei Uwe abholen können.
Was soll ich sagen: geiles Moped.
Bock steif, super Passgenauigkeit und dazu einfach sexy der Kobuz.
Spinner anpassen und die Latte passend lackieren sowie das Aufziehen der Haube habe ich von Uwe machen lassen.
Alles andere werde ich selbst machen und hier natürlich für euch dokumentieren.
Die Schutztaschen von FlyandCover passen auch perfekt.
Den Antriebsstrang von Migflight habe ich vorab bereits zu Uwe geschickt, da dieser den Motoreinbau und Spinner anpassen einfach perfekt ausführt. Die Ausgelegung ist für 6S und entspannten Handstart.
Das zusätzliche Kugellager im Motorspant gefällt mir sehr gut.
Die Servos kommen aus dem Hause KST.
Die Flächen werden mit den X15-1808A ausgebaut während im Rumpf die CM3510 zum Einsatz kommen.
Warum die CM3510?
Für Sr und Hr finde ich es wichtig eine gute Mischung aus Kraft und Speed zu haben. Mit 35kg Stellkraft bei 0,1sek/ 60 Grad ist das perfekt.
Da ich mit dem kleinen Bruder, dem CM509 aus der Clubman Serie sehr gute Erfahrung gemacht habe bin ich mir sicher das diese hier aus sehr geil funktionieren werden.
Die KST Servos sind in die Rahmen montiert und die Rahmenteile miteinander verklebt worden – also alles bereit für den Einbau.
Als nächstes wurden die genaue Positionen der KST Servos im Servoschacht bestimmt. Ich lege immer großen Wert darauf das das Gestänge später genau 90 Grad zum Scharnier läuft und die Rippe mit dem Gegenlager unter der Schale verschwindet. So kann diese ganz easy zusätzlich mit der Unterschale verklebt werden.
Wie immer wird alles angezeichnet und ein paar Maße notiert. So kann ich es auf der anderen Flächenhälfte einfacher übernehmen.
Anschließend wird die Achse des Gestänges angezeichnet und bis auf die Oberschale übertragen, das ist dann dort wo das Ruderhorn hin muss.
Anschließend wird die Dichtlippe etwas entfernt und der Durchbruch am hinteren Steg gemacht. Dafür Bohre ich mit einem langen 3mm Bohrer durch. Nun wird Stück für Stück mit Schlüsselfeilen erweitert bis alles passt.
Weiter geht’s….
Es wurden die Schlitze für die Ruderhörner erstellt und der Steg im Ruder passend durchtrennt.
Hier empfehle ich langsames rantasten. Ist der Schlitz erstmal zu groß gibt es kein Zurück mehr.
Bisher habe ich ja immer die Ruderhörner, welche ich zuvor berechnet habe, direkt auf die Schale (Innenseite am Ruder) geklebt. Dazu war es ganz wichtig das der Steg an dieser Stelle komplett entfernt wurde und das Ruderhorn sauber aufliegt. Ansonsten ergibt sich hier ja eine andere Hebellänge und somit andere Ausschläge wie berechnet.
Der Einbau der Ruderhörner ist sehr wichtig und hier geht viel Zeit ins Land. Ich messe hier gefühlte 300x nach und kontrolliere immer wieder das es auch wirklich passt und beide Flächenhälften gleich sind.
Nun hatte ich überlegt wie ich das vereinfachen kann.
Ich habe mir die Höhe vom Scharnier (Innenseite Unterschale) zur Außenseite Oberschale notiert und dann gerechnet wieviel mm noch fehlen bis zur Mitte des Drehpunkts am Ruderhorn. Die benötigte Hebellängen hatte ich ja zuvor ausgerechnet.
Bei der WK hatte ich 17mm Ruderhorn ausgewählt. Nach etwas Überlegung und Rechnung habe ich mich nun doch für 16mm entschieden.
Maß vom Scharnier zur Außenseite Oberkante sind an der Wk genau 14mm.
Unsere Gabelköpfe sind 4mm hoch uns somit ist die Mitte der Bohrung genau 2mm von Ober und Unterseite des Gabelkopfes entfernt.
Also habe ich das Ruderhorn und den Gabelkopf montiert, das Ruderhorn in dem Schlitz eingeführt und den Gabelkopf plan auf die Oberschale aufgelegt. Das Ruderhorn habe ich auf der Unterseite etwas abgeschliffen so das dieses minimal in der Luft liegt.
14mm Profildicke + 2mm vom Gabelkopf ergeben somit exakt die 16mm Abstand vom Scharnier zur Mitte der Bohrung im Ruderhorn – also die Hebellänge.
Der lange Pin wurde zur Montage verwendet und bietet einen perfekten Anhaltspunkt um die Position der Querachse zu bestimmen.
Wichtig: mindestens 2mm vorm Scharnier.
In den Gabelkopf habe ich noch eine Gewindestange eingeschraubt. Diese soll dann genau auf der Markierung liegen. Somit ist gegeben das alle genau 90 Grad zum Scharnier eingebaut wird.
eim Qr habe ich mich für 15mm Ruderhörner/Hebellänge entschieden. Das entspricht Mitte Bohrung 5mm über Oberschale. Also habe ich aus vorhandenen CFK / GFK Plättchen und Etwas SeKu schnell was zusammengeklebt. Somit kann hier der Gabelkopf auf die „Vorrichtung“ aufgelegt werden. So ist, wie auch bei der WK, die genaue Hebellänge und saubere Ausrichtung des Ruderhorns gegeben.
Beim QR liegt der Drehpunkt am besten überm Scharnier.
Anschließend wird das Gestänge und Gabelkopf mit Tape fixiert.
Jetzt wird das Ruder nach unten geklappt und die Ruderhörner mit einem Tropfen SeKu fixiert.
Ist das Ruderhorn soweit fixiert macht man das selbe mit der Vorrichtung auf der anderen Flächenhälfte.
Anschließend wird alles mit weiß eingefärbtem und etwas angedicktem Uhu Endfest verklebt.
Natürlich wird zuvor alles angeschliffen und entfettet.
Hier ein kurzer Clip wo ihr seht das die Ruderhörner perfekt 90 Grad zum Scharnier eingebaut sind.
Als nächstes wurden an der Oberschale angezeichnet wo die Ausschnitte für die Gabelköpfe gemacht werden müssen.
Kreppband aufkleben, Gabelköpfe montieren und die Kanten mit einem Bleistift nachfahren.
Dann habe ich diese ein klein wenig ausgefräst, nicht final aber soweit das ich zumindest eine Gestänge von Ruderhorn zum Servoarm verbinden kann.
Ist dies gegeben so kann es mit dem Einkleben der Servorahmen losgehen. Rahmen und Servoschacht sind angeschliffen und entfettet.
Verklebt wird wieder mit Uhu Endfest plus 300. Als erstes bestreiche ich die Servoschächte an der entsprechenden Stelle mit Kleber, nur dünn – aber schön mit dem Pinsel einstreichen.
Anschließend werden die Rahmen benetzt und eingesetzt. Dann wird alles miteinander verbunden und das Servo anhand der Markierungen, welche ja ganz am Anfang gemacht wurden, positioniert. Die Gestängelänge spielt hier keine große Rolle – Hauptsache alles ist miteinander verbunden.
Passt die Position so drücke ich die Rahmen etwas an und fixieren sie an 2 Ecken mit einem Tropfen SeKu. So können diese nicht mehr verrutschen.
Den Kleber nicht nur auf die Unterseiten der Rahmen auftragen, auch ein wenig an den Übergang von Klebefläche zu den senkrechten Teilen. Das ergibt eine 1A Verklebung
Inzwischen habe ich im Rumpf den Sensorhalter für die Propellerpositionierung angebracht und den Reglerhalter für den YGE-95LVT angebracht.
Die Kabel für Servos und Blitzer sind an die 8-poligen MPX Stecker gelötet und der Teil im Rumpf eingeklebt.
(Bitte keine Diskussion starten welcher Teil, warum in den Rumpf gehört)
Der TEK-Düsenhalter ist inzwischen auch drin.
Die beiden Brettchen für den Rumpf wurden zum Probesitzen in 3d gedruckt und dann nochmal final angepasst. Jetzt liegt die DXF dazu bei einem Bekannten der hoffentlich bald die Fräse anwirft 🙂
Die Rumpfbretter sind gefräst und auf dem Weg zu mir.
In der Zwischenzeit haben wir passende Hülsen fertigen lassen das die Servos auch sauber an Ort und Stelle fixiert werden.
Hier ein kurzes Video dazu.
Inzwischen sind die CFK Brettchen für den Rumpf eingeklebt, das HR Gestänge in der Länge angepasst und die Seile am SR gespannt.
Für die Seile nutze ich immer Spannschlösser. Damit lassen sich die Seile perfekt einstellen.
Zum festlegen der Rumpfschlitze, für die Seile nutze ich immer einen Laser der die Verbindung von Ruderhorn zu Servoarm darstellt.
Die Kabel sind auch in die Flächen eingezogen, die Servodeckel montiert und die Blitzer angebracht.
Wie immer, hab ich mir Kleberahmen für die Servodeckel geplottet.
Bei den Kabeln wird alle paar CM ein Schaumstoff angeklebt – gegen das Klappern in der Fläche.
Es geht langsam auf die Zielgerade.
Für den GPS-Logger habe ich noch schnell ein kurzes Podest gedruckt. So ist er nicht im Weg für den Akku und ist sauber nach Oben ausgerichtet.
Eine zusätzliche Führung für die HR-Stange wurde auch gleich gedruckt.
Für beides habe ich zuvor ein Muster aus Karton gemacht und probiert.
Die Führung da hinten im Rump zu verkleben ist echt ein Gefummel. Aber jetzt ist es drin und hebt. Material ist für beides PETG-CF.
Auch die Verkabelung habe ich schon angefangen. Kabel abgelängt und Stecker gecrimpt.